Foto Sarah Freistedt in blühender Wiese

Mein Weg

Ich war soo lange auf der Suche. 
Nach was, wusste ich nicht. 
Aber irgendwas stimmte nicht. 
Ich wusste nicht wer ich bin, wie es richtig wäre, wie man sich vermeintlich richtig verhält … 
Und damit meine ich nicht, dass es mir an materiellem gefehlt hat, oder an lieben Menschen.

Es war etwas in mir, was gefehlt hat.

Lange hat mich meine Haut davon abgelenkt, dass zu verstehen. Bzw. hat genau sie mich angetrieben, zu suchen. Und mir ständig versucht klar zu machen, dass etwas nicht stimmt. Durch Neurodermitis.

Hier bekommst du einen Einblick, was alles so passiert ist und wie ich gefunden habe, wonach ich suchte: 

 

Puuh, schon die intensiv verdrängten Erinnerungen wieder hochzuholen, ist gar nicht so leicht.

Seit meiner frühen Kindheit hatte ich Neurodermitis.

Der erste für mich bewusste Schub war in den Kniekehlen und hat mir einen Sommerurlaub in Italien verhagelt.

Dann kann ich mich kaum daran erinnern, erst mit 13 ist die Neurodermitis wieder sehr präsent geworden.

Klar, in der Pubertät, wo man das so richtig gut gebrauchen kann. 

Man kämpft eh mit seinem Selbstwert und dann hat man rote, schuppige, aufgekratzte, nässende, blutige Haut an den Armen, Beinen und – natürlich – im Gesicht. 

Bei jedem, der einen ansieht, kommt nach dem ersten kurzen Impuls „oh er/sie findet mich gut/interessant?!“ – ach nein, oder er/ hat meine Haut gesehen. -.-

Man hat alles versucht. Diäten, tausende verschiedene Cremes, diverse Ärzte, autogenes Training, und und und. Und – nichts hilft. Die Eltern sind verständlicherweise auch total verzweifelt und man fühlt sich zusätzlich schlecht. 

Freunde und Verwandte wollen helfen und geben ganz viele lieb gemeinte Tipps.

Die man entweder a) schon ausprobiert hat, oder b) sich gefühlt rechtfertigen muss, warum man das nicht möchte. (Nein, ich möchte wirklich nicht, dass mir Fische an der Haut rumknabbern). Also, wirklich lieb gemeint, aber eben echt schwierig für einen selbst. Oder – grrrr -  der Satz: „Hör auf zu kratzen“. Boar ich kratz dich gleich! (an meine Familie: Bitte nehmt mir das nicht übel. Ich weiß, dass ihr mir wirklich sehr gern helfen wollte! Dafür danke ich euch von Herzen!)

 

Ich habe gefühlt alles ausprobiert. 

Ein Heilpraktiker hat meine Allergien, die ich reichlich hatte, kinesiologisch ausgetestet. Also folgte eine wirklich harte Diät ohne Milch, Zucker, Weizenmehl und Fleisch. Grundsätzlich sinnvoll, aber zu einer Zeit, wo z.B. vegetarische Ernährungsweise noch nicht so etabliert war wie heute, mangelte es mir hardcore an gescheiten Essensalternativen. So saß ich da morgens mit meinem Müsli in O-Saft eingeweicht (?!). Und geholfen hat es mir auch nicht.

Man wünscht sich so sehr, dass einer kommt und sagt: „Du bist gegen Zitronen allergisch. Lass diese weg und du bist geheilt.“ Ich habe tatsächlich von Menschen gehört, bei denen das wohl so war. Bei mir natürlich nicht.

Das Allerschlimmste war dann in der Abi-Zeit. Um die Prüfung zu überstehen, habe ich zu Koritsontabletten gegriffen. Ein fataler Fehler. Die Prüfungszeit habe ich mit ziemlich guter Haut überstanden. Aber was danach kam, war unbeschreiblich. Meine Haut war komplett offen und nässend und ich bin nachts am Bettlacken festgeklebt, habe meine Arme und Beine deswegen so gut es ging hochgelagert und versucht mich nicht zu bewegen. Die Zeit nach dem Abi, die angeblich die schönste Zeit des Lebens sein soll und man nochmal richtig feiert, war für mich die Hölle. Und natürlich auch für meine Familie.

Langsam wurde es in den darauffolgenden Jahren nach und nach wieder besser. Kortison ist seitdem in jeglicher Form für mich tabu. Die Symptome zu unterdrücken ist einfach grundsätzlich keine gute Idee.

Auch mehrere Psychotherapiephasen haben mir zwar, aber nicht entscheidend, weitergeholfen. 

Die Neurodermitis war die letzten Jahre in ihren Schüben eher konstant geblieben und sehr präsent in meinem Leben. Die ständige Überreizung durch das Jucken, das Spannen der Haut, die verkrampfte Muskulatur, weil man z.B. mit angewinkelten Armen herumläuft, um den Schmerz zu reduzieren. Sport tut weh, weil der Schweiß brennt.

 

Die entscheidende Wendung hat bei mir im Frühsommer 2017 angefangen. 

Eine Kollegin, die eine sehr sehr gute Freundin geworden ist, hat mich sanft an spirituelle Gedanken herangeführt. Ein Thema, das ich immer als Humbug abgetan habe, das aber überraschender Weise doch für mich einfach ein Thema ist, was mich fasziniert und mir wahnsinnige Freude bereitet, mich damit zu beschäftigen. Am Anfang habe ich noch sehr wenig verstanden, und die Lern- bzw. Verständniskurve war im Nachhinein eher flach. Doch der Prozess hat sich exponentiell beschleunigt. Nach und nach habe ich zunehmen mich und die Welt besser verstanden. Es ging mir zunehmend besser, da das offensichtlich ein Themengebiet ist, das mich sehr interessiert und mir guttut. 

Und gleichzeitig war ich weiter auf der Suche. Denn um zu Leben braucht man Geld, und dafür muss man Arbeiten. Und genau dort bin ich in meinem Angestelltendasein ständig frustriert gewesen. Irgendwie habe ich mich immer wieder gewunden, versucht alles richtig zu machen und mich doch immer falsch gefühlt. Habe mich ständig hinterfragt und hatte totale Selbstzweifel. Ich habe versucht an mir zu arbeiten und auch immer etwas am Job gefunden, was nicht passt. Also habe ich mich nach einer neuen Tätigkeit umgesehen, in der Hoffnung, dass es dort besser passt. Fast alle 2 Jahre habe ich meinen Job gewechselt. Vorher musste ich durch meine Neurodermitis 2012 von Physiotherapeutin auf Bürokauffrau umlernen, da es mit meiner Haut nicht mehr ging. Dann bin ich von verschiedenen Assistenzstellen zum Marketing gekommen. 

 

Seit dem Frühjahr 2020 ging es mit der Haut dann richtig voran. Durch die Möglichkeit des Homeoffice sind viele Reize weggefallen und ich hatte mehr Energie übrig. Ich habe (für mich selbst völlig überraschend) eine Ausbildung zum Coach begonnen, was für mich früher absolut undenkbar war. Ich habe mich vor jedem Vortrag versteckt und wollte absolut nicht gesehen werden. Aber hier habe ich die wichtigsten und grundlegendsten Glaubenssätze für mich entdeckt, die mir im Weg stehen, und mindestens einen großen Teil davon aufgelöst und positiv verwandelt. Meine Haut wurde zunehmend besser! 

Zudem kam kurz darauf Human Design in mein Leben. Eine Art sehr individuelles Persönlichkeitstool. Ich habe mir mein Chart auslesen lassen und war völlig baff, dass alles, was ich an mir so angezweifelt habe, demnach genau richtig ist. Das ich richtig bin so wie ich bin. Das stand da drin. Unglaublich. Das hat mir so geholfen, mich endlich so wahrzunehmen und anzunehmen, wie ich bin, und nicht mehr zu versuchen, anders zu sein, weil ich denke das wäre richtiger. Seit Anfang 2021 kam mit den Gene Keys ein weiteres solches System hinzu, mit dem es nochmal tiefer in mich hinein ging - eine richtige Abenteuerreise in mein Inneres began.

 

Ich erinnere mich an einen bestimmten Tag, es war der 2. November 2020, an dem ich auf einmal das Gefühl hatte: Ich habe ja gar keine Neurodermitis mehr. 

Boar! War das krass. Ein unvorstellbarer Gedanke für mich, dass ich jemals wirklich an den Punkt komme. Und ehrlich gesagt ist meine Haut optisch noch nicht ganz superduper, aber das Jucken ist weg, ich fühle mich die allermeiste Zeit sehr wohl in meiner Haut. Überhaupt bin ich so sehr viel fröhlicher und genieße das Leben in vollen Zügen.

Und im nächsten Moment kam der Gedanke: Ich muss unbedingt anderen dabei helfen, auch ihren Weg zu finden, ihr Leben glücklich zu leben. Also habe ich begonnen, meine Selbstständigkeit vorzubereiten. Und seit dem ich aus der Festanstellung raus bin, habe ich das Gefühl, mein Leben hat so richtig begonnen.

Denn was ich gemacht habe, ist einfach mich auf den Weg zu mir selbst zu begeben. Ich lerne mich nach und nach kennen, nachdem ich bisher immer nur so gelebt hatte, möglichst alle Erwartungen anderer zu erfüllen, ohne zu erkennen, dass ich selbst Bedürfnisse habe und mir diese erfüllen darf. Ich habe einfach verlernt und vergessen wer ich wirklich bin.

Ich habe verstanden, wie wichtig es ist, in sich selbst hineinzuhören und sich selbst wirklich wichtig zu sein. Sich um sich selbst zu kümmern. Was keinesfalls was mit Egoismus zu tun hat. Denn wie viel mehr Freude und Liebe kann ich in mein Umfeld bringen, wenn es mir selbst gut geht? Und wie viel Unfrieden, wenn ich gegen mich selbst kämpfe? Diesen Kampf habe ich aufgehört. Ich bin auf meinem Weg, in meinem Prozess und lerne mich mit all meinen Facetten anzunehmen und sie zu schätzen. Alle meine Schatten und Ängste habe ich als von mir verdrängte Anteile von mir selbst erkannt. 

 

Und – meine Haut wollte mir genau das all die Jahre sagen. Sie hat mich angebrüllt „sieh hin!!“. Krankheit ist ein Ruf der Seele die zum Körper sagt: „Geh du vor, auf mich hört sie nicht“.

 

Es gibt nicht DIE EINE Lösung. Es braucht nicht DIESE 5 SCHRITTE um erfüllt und gesund zu werden.

Sondern es braucht dich selbst und deinen ganz individuellen Weg. 

Dabei kannst du dich natürlich von den Milliarden Tipps und Schritt-für-Schritt-Anleitungen inspirieren lassen und manches davon kann tatsächlich richtig gut für dich sein. (Ich bin selbst ein leidenschaftlicher YouTube-Gucker für inspirierenden Input. ;) )

Entscheidend ist nur, dass du lernst, deine innere Stimme zu erkennen und zuzuhören, um mit ihr die für dich richtige Wahl zu treffen. 

Denn für jeden ist etwas anderes „das Richtige“. Jeder ist individuell. Und das finde ich so faszinierend und genial. Jeder darf und soll genauso sein, wie er/sie ist, denn so ist man gedacht und findet so seinen wirklichen Platz im Leben – seine Superpower – seine Einzigartigkeit.

 

Ich möchte dich gern dabei unterstützen, dich auf den Weg zu machen und dir zu helfen, dich selbst zu erkennen und anzunehmen. Deine wahre Power durch deine Einzigartigkeit zu befreien. 

DU bist die aller wichtigste Person in deinem Leben. Und du darfst dir deine Bedürfnisse erfüllen. Und das ist kein Widerspruch, gut in der Gesellschaft zurecht zu kommen und auch liebevoll für andere, deine Familie, deinen Partner und deine Freunde da zu sein.

Das zu finden, bringt dir eine Freiheit, die zutiefst erfüllend ist.

 

Mittlerweile stecke ich auch schon tief bzw. in den letzten Zügen der zweiten Coaching Ausbildung zum Life Trust Coach bei Veit Lindau, neben einigen weiteren Extrakursen.
Ich liebe es zu lernen und zu wachsen ♡

 

Alles Liebe!

Sarah

 

 

 

Zu meinen Coaching Angeboten kommst du hier:

Meine Ausbildungen und Kurse


  • Life Trust Coach bei Veit Lindau
  • Zertifizierter Greator Coach
  • Human Design Holistic Coach bei Stephanie Löber
  • Kurse u.a. bei Alisah Belluga, Lee Harris, Jeffrey Allan
  • B.A. Physiotherapie (+ Fortbildungen)
  • Bürokauffrau/Marketing Managerin/Grafik Design


+ 33 Jahre intensive Lebenserfahrung und viele weitere Inspiration und Wissen aus Büchern, Videos und von lieben und wertvollen Menschen in meinem Umfeld ♥️

Grafik Frau mit strahlendem Herzen
Füße im Sand am Strand
Sand in Fontainebleau, Weg zu Boldern
Bouldern im Fontainebleau
Sarah Freistedt bei Sonnenuntergang